Kindesrückkehrüberstandende Eltern,
Kindesrückkehrüberstandende Freunde und Verwandte,
Tja, das war’s wohl. Heute gab es einen letzten Sonnenaufgang für uns im Lager, und zwar Einen mit mehr Hektik als zuvor. Nach dem Aufstehen waren nur ca. 20 Minuten Zeit, die in der Nacht noch benutzten Sachen in Säcke zu tun und auf den LKW zu laden. Es musste also unter Anleitung der Betreuer alles schnell gehen, um den strengen, aber wichtigen Zeitplan einzuhalten. Denn wenn wir oder der LKW die Fähre nicht pünktlich bekommen hätten, dann Halleluja, das wäre Mist gewesen. Aber daran wollen wir nicht denken – hat ja alles funktioniert und der LKW fuhr nicht nur pünktlich los, sondern schaffte es auch noch auf die Fähre vor uns. Also alles nach Plan.
Danach gab es ein schnelles Frühstück aus den noch verbliebenen Lebensmitteln, und dann musste sich auch schon draußen gesammelt werden. Dabei gingen die Betreuer noch ein letztes Mal durch die Zimmer, um zu schauen, dass keine Sachen der Kinder zurückbleiben. Mit einem Wassereis in der Hand ging es dann aber auch schon ab, und das Lager wurde ordentlich zurückgelassen.
Auf der Fähre und später im Bus hatte man etwas, wovon man auf der Hinfahrt nur hätte träumen können: Ruhe. Es waren alle müde, alle erschöpft, viele sind eingenickt oder haben ganz geschlafen. So ist das eben, nach zwei Wochen voller Elan und Anstrengung, Spiel und Spaß. Die Kinder und auch wir Betreuer waren einfach fertig mit der Welt (und zum Teil auch mit den Nerven). Das heißt aber hoffentlich, dass wir als Team es geschafft haben, den Kindern eine geile Zeit zu bieten. Wären die faul im Lager geblieben, wären die ja nicht so KO gewesen. Ein wirklich schöner Anblick, wenn man sich vorne im Bus umdrehte und in einen Haufen schlafender Gesichter schaute. Ob die Kinder wohl von den zwei Wochen geträumt haben? Wer weiß. Jedenfalls ging es auf der Autobahn durch die Niederlande, dann glücklicherweise ohne Kontrolle über die Grenze, dann von dort aus nach Duisburg. Das Ganze übrigens mit einem sehr netten Busfahrer (Grüße an Dirk!). Und, naja, den Rest kennt ihr ja schon. Ein paar letzte Lieder, den Ein oder anderen in den Arm nehmen, und tada, ihr habt die Kinder mit nach Hause genommen. Hoffentlich haben die auf den Autofahrten genauso wenig gestört, wie auf der Busfahrt.
Aber nun gut. Das war es für dieses Jahr. Die Kinder hatten Spaß, wir hatten Spaß, alle hatten Spaß. Ich hoffe mir vom ganzen Herzen, dass eure Kinder euch viel zu erzählen haben, und das auch tun werden. Genießt die Geschichten, bitte. Sie sind es auf jeden Fall wert, gehört zu werden. Das verspreche ich.
Mit diesen Worten möchte ich mich für dieses Jahr dann auch nochmal verabschieden. Das Team hatte eine tolle Zeit mit den Kindern, und ich hoffe, dass das andersherum auch so war.
Vielen vielen Dank für ihr Vertrauen, jedes ihrer Kinder hat dieses Lager geprägt und es einzigartig gemacht. Seit also stolz auf eure Kleinen, die haben ziemlich was drauf.
Ich hoffe, wir sehen uns am Abschlussgottesdienst, dem 31.08.2025. Bis dahin, alles alles Gute und viel Gesundheit und Glück.
Mit unfassbar erschöpften, aber zurückdenkenden Grüßen
Clemi & der Rest des Lagerteams