Kindesrückkehrerwartenden Eltern,
Kindesrückkehrerwartenden Freunde und Verwandte,
Heute schien für den letzten ganzen Tag unserer Reise wieder einmal die Sonne am Morgen. Und bis zum Frühstück verlief der Tag auch einigermaßen normal. Danach aber, wurden die Kinder nicht nur zum üblichen Aufräumen aufs Zimmer geschickt. Zusätzlich sollten die Koffer auch noch gepackt werden, bis auf die Sachen, die man heute und morgen noch benutzen muss. Das war die Einleitung des roten Fadens des heutigen Tages: Packen und Aufräumen. Denn mit gepackten Koffern war genug Platz auf den Zimmern, um diese auch einmal ordentlich aufzuräumen und durchzuputzen. Nachdem die eigenen vier Wände aufgeräumt waren, gab es auch noch Jobs wie das Fegen des Flurs oder fegen der Terrasse zu vergeben. Und eben noch viel mehr, wir mussten ja ein ganzes Lager in einem Dachboden und einem LKW verstauen.
Nach einer ordentlichen Portion an Putzen gab es natürlich auch ein wunderbares Mittagessen. Knusprige Hähnchenschnitzel mit Kartoffelpüree, dazu etwas Salat und eine schmackhafte, helle Sauce. Wie immer kann man sagen, dass unsere Küche uns eine echt schöne Speise hergezaubert hat. Die Schnitzel waren gut gebraten, das Püree wie zuletzt ebenfalls gut. Dann wieder eine schöne Sauce um das Ganze zu verbinden und Voila, ein würdiges letztes Mittagessen für den letzten Tag auf Ameland.
Auch das Mittagessen ging dann zu Ende, und es wurde sich wieder an die Arbeit gemacht. Allerdings sollen die Kinder ja nicht den ganzen Tag nur putzen. Dafür hat das Lager für die Mittagspause eine große Hüpfburg gemietet, auf der man ordentlich Party machen konnte. Es wurden auch viele Wettläufe darum gemacht, wer sich schneller durch den Parkour der Hüpfburg quetscht. Natürlich alles nur unter Aufsicht von Betreuern, Sicherheit geht eben vor.
Und um sich wirklich noch ein letztes Mal die Köpfe freizumachen ging es für Kinder und Betreuer nochmal nach Nes – nicht zuletzt auch, um das restliche Taschengeld rauszuwerfen. Dort konnte man wieder Bummeln, eine recht schöne Altstadt ansehen, vielleiht sogar in die Kinderspielhalle, alles Mögliche eben. Oder sehr sehr gut Fisch essen. Besonders bei Metz, sehr zentral in Nes, kann man sich wirklich wirklich guten Frisch o.Ä. gönnen. Von Kibbeling bis Garnelen oder Muscheln, alles ist dabei. Nicht, dass man das bräuchte, nachdem man so lecker zu Mittag gegessen hat.
Als dann aber der letzte Euro vom Taschengeld verprasst war, ging es wieder ins Lager und an die Arbeit. Besonders die großen Jungs haben unfassbar dabei geholfen, viele schwere Dinge auf den Dachboden zu räumen und einen Großteil der Koffer in den LKW zu packen.
Nach einem Abendessen wurde der letzte Abend dann aber zusammen und entspannt verbracht. Im Tagesraum wurden Wettkämpfe wie die Fotorallye oder die kreativsten Sprünge auf den Sprungdünen ausgewertet und vorgestellt, und schlussendlich wurde beim Lagerfeuer noch ein letztes Mal gemeinschaftlich im Kreis gesessen. Dabei gab es eine weitere Folge Radio Ameland, in der noch Gerüchte vorgestellt wurden
und zum Beispiel Mr. und Mrs. Ameland gewählt wurden! In dieser traditionellen Wahlen entscheiden die Kinder darüber, welcher Junge und welches Mädchen über die zwei Wochen am meisten Gaudi gemacht hat. Wer war am präsentesten, wer hat mehr zum Lachen gebracht? All das wurde bedacht, um dann das Paar, was dieses Jahr repräsentativ für das Lager steht, auszuwählen. Ganz nebenbei gab es die ebenso traditionelle Vergebung des Titels des „Pudelkönigs“ – also der Person, die nie die Sachen tut, die sie machen soll. Anscheinend kann man Mr. Ameland und Pudelkönig zugleich sein. Ob das in die Geschichtsbücher eingeht?
Jedenfalls, da jetzt die Letzten noch am Lagerfeuer sitzen und auf zwei spannende, lustige, aber auch anstrengende Wochen zurückschauen, kommt das Lager ein letztes Mal zur Ruhe. Wow, was für eine Zeit das war. Es wurde viel gelacht, vielleicht etwas geweint, aber auf jeden Fall hat man verdammt viel Spaß gehabt. Und neue Dinge entdeckt. Vielleicht neue Freunde gefunden. Oder man ist zumindest ein ganz ganz kleines Stückchen zu einer neuen Person gefunden. Alles, und wirklich alles, ist hier schließlich möglich. In unserem Lager, auf Ameland.
Ich bedanke mich für das Lesen unserer Berichte und für euer Vertrauen in uns. Es war uns allen eine Ehre, die Kinder dieses Jahr aufs Neue betreuen zu dürfen.
Passt auf euch auf und hoffentlich sehen wir uns wieder. Und zwar an unserem Strand… auf Ameland.
Clemi & der Rest des Lagerteams