2025 Tag 08 – 17. August 2025 – Sonntag

Strandliebende Eltern,
Strandliebende Freunde und Verwandte,

Wie praktisch jeden Morgen ging auch heute die Sonne über unserer Lieblingsnordseeinsel auf. Allerdings ging die Sonne heute für einige der Kinder nicht ganz so früh auf, wie sonst um 8:30 Uhr. Denn der heutige Tag hat mit einem schönen Brunch begonnen! Von 10:00 bis 11:30 Uhr konnten sich die Kinder an einem wunderbar vorbereiteten und immer wieder aufgefüllten Buffet die Bäuche vollschlagen. Die besonderen Highlights beim Brunchen waren dabei frisches Rührei, Speck, und Brötchen. Ansonsten gab es aber natürlich auch das Übliche – Brot und Butter, dazu etwas Käse und Gemüse.

Mit den Mägen voll Frühstück (bei mir insbesondere mit Speck) ging es dann an das praktisch Ganztagsprogramm ran. Nämlich war heute der Sonntag mit dem stattfindenden „Betreuersuchspiel“ in Nes. Was das Spiel ist? Ganz einfach. Die Kinder werden in Nes losgeschickt, um die kostümierten und/oder versteckten Betreuer des eigenen Lagers zu finden. Der Haken an der Sache ist, dass alle Betreuer und alle Kinder von allen Lägern in der Nähe da ebenso mitmachen. Dieses Jahr sind also 1463 Kinder und 312 Betreuer, also insgesamt 1775 Personen, in dem doch recht kleinen Dörfchen Nes hin- und hermarschiert. Die Kostüme der Betreuer reichten dabei von Ganzkörper-Dinoanzügen über extrem lustige Kostüme bis hin zu recht einfachen Verkleidungen. Ich selbst wurde gerade mal von der Hälfte der Gruppen unseres Lagers gefunden, obwohl meine Verkleidung im Vergleich zu meinem nicht-verkleideten Aussehen nur die Kapuze meines Pullovers war. Damit war ich eher einer der selten gesehenen Betreuer hier im Lager.

Nach den 1,5 Stunden an intensiver Sucherei ging es allerdings nicht ins Lager, nein. Stattdessen wurden wir als eins von drei Lagern in den darauffolgenden Gottesdienst vom Pastoralteam eingeladen. Das Pastoralteam sind auch deutsche Freiwillige, die sich über die sechs Wochen der Sommerferien verteilt unterstützend um alle Ferienlager kümmern. Dieses wird geleitet von Karsten Weidisch, der auf Ameland einfach eine lebende Legende ist, weil er seit Urzeiten Ferienlager unterstützt und begleitet. Außerdem ist er in irgendeiner Art und Weise Pfarrer oder Prediger. Jedenfalls hat er mit seiner charismatischen, lustigen, coolen, lockeren, nahestehenden, draufgängerischen, wilden und rundum großartigen Art und Weise einen wirklich tollen und auch interaktiven Gottesdienst geführt, oftmals mit musikalischer Begleitung durch die anderen, natürlich ebenso hilfsbereiten Mitglieder des Pastoralteams. Dabei gab es viel Lachen und Spaß und Singen und einfach alles Mögliche. Viele der Hochheider mussten bei seiner kurzen Erzählung über den Heiligen Clemens (er wusste nicht, dass ein Clemens anwesend ist) gelacht. Ich, der übrigens mit ein paar Anderen hinter dem Pfarrer sitzen durfte/musste und so direkt in die Menge schauen konnte, musste mich wirklich zurückhalten, nicht absolut in einem Lachanfall zu kollabieren. Was dabei nicht geholfen hat, ist, dass ich mich kurz danach hinter dem Rücken von Weidisch im Blickfeld aller Besucher fast auf den Boden gelegt habe, da ich rückwärts gegen eine Treppenstufe gekommen bin. Tut mir jedenfalls leid, dass ich bei der Predigt lachen musste. Aber der Gottesdienst war trotzdem durch und durch der absolute Hit. Also, lasst es mich sagen; Karsten Weidisch, ich will ein Kind von dir.

Nach dem Gottesdienst ging es aber wirklich wieder ins Lager. Schnell ein Abendessen, welches heute Mal durch Milchreis und Hühnersuppe bereichert wurde.

Das Abendprogramm danach war eine Neuauflage einer legendären Show: „Wetten, dass..?“, heute in Hochheider Auflage! Mit unserer Spülmaus dem Alex als Gottschalk und den Promigästen Nina Chuba (Oliver), Christiano Ronaldo (Björn/Christian), Helene Fischer (Laura), Wolfgang Petry (Miro) und Justin Bieber (meine Wenigkeit) wurde sich vor versammelter Mannschaft gerne zum Affen gemacht. Wetten gab es dabei natürlich auch! Zum Beispiel ein Geschmackstest mit verbundenen Augen, mit der Wette, wer mehr Geschmäcker schneller erkennt. Leider musste jeder Promi aber auch einen Auftritt leisten, was bei den Sängern natürlich durchs Singen getan wurde. Ich durfte dabei „Baby“ von Justin Bieber singen, ohne zwei Drittel des Textes zu kennen. So viel zum Thema sich zum Affen machen.

Jedenfalls ging es danach für die Kinder relativ schnell ins Bett. Und damit endete auch dieser Tag auf Ameland, wobei die Halbzeit jetzt schon erreicht ist.

Mit prominenten Grüßen

Clemi & der Rest des Lagerteams